Sobald man auf dem Kopje van Bloemendaal steht, versteht man sofort, warum die Menschen seit über hundert Jahren hierherkommen. Unter einem erstrecken sich die Dünen, in der Ferne sieht man Haarlem mit der Grote Kerk, und auf der anderen Seite glitzert die Nordsee. Es ist der höchste frei zugängliche Aussichtspunkt an dieser Küste, und das Beste daran: Man erreicht ihn am einfachsten mit dem Fahrrad.
Genau an diesem letzten Punkt scheitern viele Besucher. Mit dem Auto ist der Kopje überraschend schwer zu finden, da keine bequeme Hauptstraße hinaufführt. Mit dem Fahrrad hingegen, von Zandvoort oder Bloemendaal aan Zee aus, erwartet Sie eine reizvolle Fahrt durch die Dünen, die mit einem anspruchsvollen Anstieg belohnt wird. In diesem Reiseführer erfahren Sie genau, was der Kopje ist, was Sie dort sehen können, wie Sie dorthin gelangen und welches Fahrrad sich am besten eignet. So erreichen Sie den Gipfel im Handumdrehen und ganz unkompliziert.
Inhaltsverzeichnis:
- Was ist der Kopje van Bloemendaal?
- Was sieht man vom Aussichtsturm aus?
- Der Briefkasten: Die Kopje als Radsportlegende
- Von der Wilhelminaduin zum Bunker: die Geschichte
- So gelangt man mit dem Fahrrad zum Kopje van Bloemendaal.
- Welches Fahrrad wählst du für den Anstieg?
- Miete dir ein Fahrrad und fahre die Strecke ab.
- Was kann man sonst noch am Kopje unternehmen?
- Praktische Aspekte: Parken, Hunde und das Wetter
- Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kopje van Bloemendaal?
Der Kopje van Bloemendaal ist eine 43 Meter hohe Düne am Rande von Bloemendaal, direkt neben dem Wanderpark Kennemerduinen und Caprera. Auf dem Gipfel befindet sich ein Aussichtsturm mit einem Steintableau, von dem aus man den weiten Panoramablick genießt, der den Kopje so beliebt macht. Vor der Küste um Zandvoort und Bloemendaal ist dies buchstäblich der höchste Punkt, den man ohne Weiteres erreichen kann.
Die Düne ist kein natürlicher Hügel, der schon immer dort stand, sondern eine Aussichtsdüne, die Ende des 19. Jahrhunderts bewusst aufgeschüttet wurde. Seitdem hat sie sich zu einem beliebten Ausflugsziel für Wanderer, Radfahrer und Rennradfahrer aus der ganzen Region entwickelt. Hier finden Sie Ruhe, Natur und ein atemberaubendes Panorama – und das alles weniger als fünfzehn Minuten mit dem Fahrrad vom Strand entfernt.

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Was sieht man vom Aussichtsturm aus?
Beim Aufstieg zum Aussichtsturm breitet sich die Landschaft unter Ihnen aus. Landseitig blickt man über die Dünen hinweg nach Haarlem, wo die Grote oder Sint-Bavokerk an klaren Tagen deutlich sichtbar ist. Dreht man sich um, sieht man den Dünenkamm und dahinter die Nordsee.
Seien Sie sich der Aussicht bewusst. An manchen Stellen sind die Bäume über die Jahre beträchtlich gewachsen, sodass die Sicht auf IJmuiden und Amsterdam größtenteils versperrt ist. Richtung Haarlem und Meer hingegen bleibt das Panorama frei. Wenn Sie die schönsten Farben erleben möchten, kommen Sie am späten Nachmittag, wenn die Sonne langsam im Meer versinkt. Nehmen Sie sich oben Zeit, denn gerade der Ausblick macht den Aufstieg lohnenswert.
Der Briefkasten: Die Kopje als Radsportlegende
Für Rennradfahrer ist der Kopje van Bloemendaal fast schon eine heilige Stätte. Der Anstieg zum Gipfel ist kurz, aber gnadenlos: rund 1.600 Höhenmeter mit einer durchschnittlichen Steigung von 2,3 Prozent und einem steilsten Abschnitt von etwa 10 Prozent. Im Vergleich zu den Bergen ein Klacks, aber im flachen Hawanada ist das eine echte Herausforderung für die Beine.
Jahrelang nutzten Radfahrer den Briefkasten oben als imaginäre Ziellinie. Der Radsportjournalist Tim Krabbé verewigte dies in seiner Sammlung „43 Radsportgeschichten“: Man musste bis ganz nach oben fahren, bis zum Briefkasten. Als dieser Briefkasten 2018 verschwand, wurde ein Jahr später ein neuer Gedenkstein aufgestellt, der Gerrie Knetemann, den „König von 't Kopje“, ehrt. Wer selbst einmal nachempfinden möchte, was diese Fahrer damals empfanden, findet in diesem kleinen Anstieg ein lohnendes Ziel für seine Radtour – egal ob mit dem normalen Fahrrad oder dem E-Bike.

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Von der Wilhelminaduin zum Bunker: die Geschichte
Der Kopje blickt auf eine überraschend reiche Geschichte zurück. Die Aussichtsdüne wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und nach einem Besuch von Königin Wilhelmina im Jahr 1894 Wilhelminaduin genannt. 1908 wurde die Düne weiter erhöht und eine Orientierungstafel hinzugefügt. Der Name Kopje van Bloemendaal setzte sich durch und bezog sich auf die Kopjes, die Hügel in Südafrika, die während des Burenkriegs häufig in den Nachrichten waren. Aus diesem Grund trägt das Wandergebiet noch heute den Namen Wilhelminapark.
Während des Zweiten Weltkriegs bauten die Deutschen den Aussichtspunkt zu einem Beobachtungsposten in einem Betonturm um. Nach dem Krieg, im Jahr 1946, diente der Bunker fortan als Aussichtsturm für die Öffentlichkeit. 2008 wurde das Bauwerk vollständig restauriert und steht heute unter Denkmalschutz. Hier begibt man sich also buchstäblich auf eine Reise in die Vergangenheit.
So gelangt man mit dem Fahrrad zum Kopje van Bloemendaal.
Genau deshalb bezeichnen so viele den Kopje als ein Mysterium: Er ist mit dem Auto schwer zu erreichen, da keine bequeme Hauptstraße hinaufführt. Mit dem Fahrrad hingegen ist die Anreise problemlos möglich. Vom Strand in Bloemendaal aan Zee oder von Zandvoort aus radelt man durch die Dünen in Richtung des Dorfes Bloemendaal, von wo aus man über den Wilhelminapark und die umliegenden Wege zum Kopje hinaufsteigt.
Von Zandvoort aus dauert die Fahrt je nach Route etwa eine halbe Stunde, von Bloemendaal aan Zee geht es sogar noch schneller. Sie radeln auf ruhigen Radwegen durch die Natur des Nationalparks Zuid-Kennemerland, sodass Sie die Fahrt genauso genießen wie den Gipfel. Wenn Sie lieber einer ausgeschilderten Route folgen möchten, schauen Sie sich unsere Radrouten ab Zandvoort oder unsere Tour durch den Nationalpark Zuid-Kennemerland an. Der Kopje ist auf diesen Routen ein wahrhaft wunderschönes Highlight.

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Welches Fahrrad wählst du für den Anstieg?
Der letzte Anstieg zum Gipfel ist kurz, aber Sie werden ihn in den Beinen deutlich spüren, besonders wenn Sie bereits eine Dünenfahrt hinter sich haben. Mit einem normalen Citybike kommen Sie problemlos bis ganz nach oben, auch wenn Sie ein paar Mal kräftig in die Pedale treten müssen. Wenn Sie den Anstieg gemütlich angehen und vor allem die Aussicht genießen möchten, ist ein E-Bike ideal, da die Tretunterstützung Sie mühelos nach oben bringt.
Wenn Sie mit Kindern reisen, ist ein Kinderfahrrad oder ein Lastenrad praktisch, auch wenn der letzte Anstieg etwas Anstrengung erfordert. Für ein kleines Abenteuer auf den sandigeren Wegen der Gegend ist ein Fatbike mit dicken Reifen eine tolle Wahl. Sie sind sich nicht sicher, welches Fahrrad am besten zu Ihren Plänen passt? Sagen Sie uns einfach, wohin Sie möchten, und wir helfen Ihnen bei der Entscheidung.
Miete dir ein Fahrrad und fahre die Strecke ab.
Das Praktische daran ist, dass Sie Ihr eigenes Fahrrad nicht mitschleppen müssen. Bei Behind the Beach mieten Sie sich direkt am Strand in Zandvoort und Bloemendaal aan Zee ein Fahrrad und können sofort losfahren. Ob Citybike, E-Bike, Lastenrad oder Kinderfahrrad: Hier findet jeder das passende Rad, um bequem ans Ziel zu gelangen.
Wenn Sie mit dem Zug anreisen, steigen Sie am besten in Bloemendaal, Overveen oder Zandvoort aan Zee aus und nehmen Sie für die letzte Etappe ein Fahrrad. Das ist auch die beste Möglichkeit, den Parkplatzstress in der Hauptsaison zu vermeiden. An schönen Tagen sollten Sie die Fahrräder aber unbedingt im Voraus buchen, da sie schnell ausgebucht sind. Sie wissen noch nicht genau, welche Route oder welches Fahrrad Sie möchten? Kontaktieren Sie uns einfach, und wir halten das passende Fahrrad für Sie bereit.

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Was kann man sonst noch am Kopje unternehmen?
Die Aussicht ist die Hauptattraktion, aber man kann dort problemlos ein paar Stunden verbringen. Auf und um die Düne herum befinden sich ein Restaurant und ein Pfannkuchenhaus – ideal, um nach dem Aufstieg einen kleinen Imbiss oder ein Getränk mit Aussicht zu genießen. Im angrenzenden Park gibt es ein Freilichttheater, in dem während der Sommersaison regelmäßig Aufführungen stattfinden.
Für Kinder ist es ein kleines Abenteuer: die Treppe zum Turm hinaufsteigen, den Blick über die Dünen schweifen lassen und anschließend durch den Park spazieren. Auch Wanderer kommen auf ihre Kosten, denn der Kopje grenzt an den Wanderpark Kennemerduinen und Caprera mit Wegen für kurze und längere Rundwanderungen. So lässt sich der Ausblick ganz einfach mit einem Imbiss, einer Aufführung oder einem Waldspaziergang verbinden.
Praktische Aspekte: Parken, Hunde und das Wetter
Ein paar praktische Tipps erleichtern Ihren Ausflug. Die Parkmöglichkeiten rund um den Kopje sind begrenzt, und im Dorf Bloemendaal ist ein Parkplatz oft gebührenpflichtig. Wenn Sie mit dem Fahrrad oder Zug anreisen, brauchen Sie sich darüber keine Gedanken zu machen. Nehmen Sie ausreichend Wasser für die Fahrt mit, da es in den Dünen nicht überall Geschäfte gibt, und cremen Sie sich großzügig mit Sonnencreme ein, denn die Sonne an der Küste ist oft sehr intensiv.
Wenn Sie mit Hund unterwegs sind, beachten Sie bitte die örtlichen Regeln, da in Teilen der Dünen und am Strand während der Hochsaison bestimmte Zeiten und Zonen gelten. Informieren Sie sich vor Ihrer Reise über die aktuellen Bestimmungen der Gemeinde und der Parkverwaltung. Zum Wetter: Die Aussicht ist an einem klaren Tag am schönsten, aber die Dünen haben auch bei einigen Wolken ihren Reiz. Bei schlechtem Wetter bietet sich eine Fahrt durch den geschützten Wald der Kennemerduinen an.

Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Kopje van Bloemendaal?
Het Kopje ist eine 43 Meter hohe Düne. Auf der Steintafel oben ist zwar auch eine ältere Höhenangabe eingraviert, aber 43 Meter gelten als Standardhöhe. Vom Aussichtsturm aus hat man einen weiten Blick über die Dünen nach Haarlem und zur Nordsee.
Wie kommt man zum Kopje van Bloemendaal?
Die Anreise mit dem Auto ist schwierig, da keine Hauptstraße zum Gipfel führt und die Parkmöglichkeiten begrenzt sind. Am bequemsten ist es, mit dem Fahrrad zu fahren: Von Zandvoort oder Bloemendaal aan Zee aus fährt man durch die Dünen nach Bloemendaal und steigt über den Wilhelminapark hinauf. Wer von weiter her anreist, ist mit dem Zug nach Bloemendaal, Overveen oder Zandvoort und einem Leihfahrrad am besten beraten.
Wie lange dauert eine Radtour durch die Kennemerduinen?
Das hängt von Ihrer Route ab. Eine Runde durch die Dünen dauert etwa eine bis anderthalb Stunden, und wenn Sie weiter nach Haarlem radeln, sind Sie mit Pausen gut einen halben Tag unterwegs. Lassen Sie sich Zeit, denn gerade das Sightseeing macht die Tour so reizvoll.
Kann man mit dem Fahrrad bis zum Gipfel des Kopje fahren?
Ja. Die Straße zum Gipfel ist ein bekannter Anstieg von etwa 1.600 Metern und besonders bei Rennradfahrern beliebt. Mit einem normalen Fahrrad schafft man ihn durch kräftiges Treten, mit einem E-Bike hingegen ganz entspannt.
Was ist der Briefkasten am Kopje van Bloemendaal?
Jahrelang diente der Briefkasten als Zielmarkierung für Radfahrer am Gipfel des Anstiegs. Der alte Briefkasten wurde 2018 entfernt und 2019 durch eine Gedenktafel zu Ehren von Gerrie Knetemann, dem König von 't Kopje, ersetzt.
Ist der Besuch des Kopje van Bloemendaal kostenlos?
Die Düne, den Aussichtsturm und den angrenzenden Park können Sie frei besuchen. Für eine Kleinigkeit zu essen oder zu trinken sind Sie auf das Restaurant oder das Pfannkuchenhaus angewiesen, wo Sie selbstverständlich separat bezahlen.




